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Zu den Heilpflanzen gehören vor allem die in den meisten deutschen Gärten schlecht gelittenen "Unkräuter", die wir lieber als Wildkräuter bezeichnen möchten. Kaum ein Gartenbesitzer, der nicht z. B. Löwenzahn sein eigen nennen könnte. Aber wer bereitet sich daraus einen wohlschmeckenden und wohltuenden Salat?
Allein durch die Betrachtung dieser Pflanzen kann man viel lernen. Wenn man sie wachsen läßt, wachsen sie meist recht hoch, die Stengel mit den Blüten sind lang. Mäht man oft den Rasen, stellt man fest, daß sich der Löwenzahn erstaunlich anpaßt. Die feindliche Umgebung sorgt dafür, daß die Stengel mit der Blüte nur ganz kurz wachsen und vom Rasenmäher verschont werden.
Der Löwenzahn setzt sich durch, weil er sich anpaßt. Daraus können wir viel für unsere Gesundheit lernen. Wenn wir gesund bleiben wollen, müssen wir uns - Körper, Seele und Geist - ebenfalls an die veränderten Umstände anpassen. Diese einfache Erkenntnis gilt nicht nur für Lebewesen, sondern auch für Staaten, die ja durch Menschen repräsentiert werden. Ein Staat, so verkrustet wie der Deutsche, hat die Fähigkeit verloren, sich an die Umstände anzupassen. Darunter leidet der Wohlstand der Bürger und der Staat wird abgehängt von anderen, flexibleren Staaten.
Unsere Vorfahren, die ihr Wissen aus der Beobachtung bezogen, haben dem Löwenzahn eine hohe Heilkraft zugesprochen. Er ist stark, weil er sich durchsetzt. Von dieser Kraft können wir profitieren. Er ist bitter. Das ist heute nicht mehr beliebt. Aber das Bittere bewirkt viel in unserem Körper; es tonisiert, es kräftigt. Bitterstoffe wirken auf den Darm, auf die Leber und das Gemüt, außerdem wirkt der Löwenzahn auf die harnbildenden Organe und sorgt für die Ausscheidung.
Vielleicht sollten Sie doch den Löwenzahn erst ernten, bevor Sie den Rasen mähen. Für Ihre Gesundheit wäre das sicherlich ein Gewinn.
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Löwenzahn - Taraxacum officinale Der Löwenzahn ist ein Anpassungskünstler und sehr wertvoll für unsere Gesundheit.
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