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Heilpraktiker für Ernährung mit Frischeprodukten

Bonn (ots) - "Nichts ist so gut wie frische Produkte", beschreibt der französische Spitzenkoch Paul Bocuse das Rezept seines Erfolges. Dennoch ist Tiefkühlkost in dem Land, wo Gott der Sage nach am liebsten schlemmt, auf dem Vormarsch. Nach einer Untersuchung des Umfrage-Instituts Sofres geben 93% der Franzosen an, sie hätten im vergangenen Jahr Tiefkühlprodukte gekauft. Ihr Pro-Kopf-Verbrauch lag 1997 bei 33 Kilogramm. Arbeit und Zeit sparen ist vor allem für französische Familien mit drei oder mehr Kindern und Alleinstehende der Grund, in die Tieflkühltruhe zu greifen. Immerhin halten sie sich dabei an die Empfehlungen ihrer Star-Köche, deren Rat lautet: "Gemüse ja, Fleisch und Fisch, nein." Nahezu die Hälfte der gekauften Tiefkühlprodukte machen Kartoffeln und Gemüse aus, nur 7,5% und 10% Fleisch und Fisch.

Zwar liegt der Verbrauch in Deutschland nur bei 24 Kilogramm Tiefgefrorenem pro Kopf, dafür sind die Deutschen im Selbstbeschummeln auf dem Vormarsch. Nach der Verbraucheranalyse (VA) 1998 essen sie heute mehr Chips, Schokoriegel und Erdnüsse als noch vor fünf Jahren. Diesen Überschuß an Fett und Kalorien versuchen sie dann mit Hilfe von Diät-Fertiggerichten und anderen kalorienreduzierten Nahrungsmitteln auszugleichen. Unter den Tiefkühlgerichten belegt Rahmspinat den ersten Rang, gefolgt von Pizza, Obst und Baguettes. Mehr als 70% der Befragten geben an, regelmäßig Fleisch-Fertigprodukte wie Frikadellen, Spaghetti Bolognese oder Chili zu benutzen. Die leichte und schnelle Zubereitung von Mahlzeiten hat sich auch in Deutschland zum wichtigsten Kaufargument entwickelt.

Als Ernährungsberaterin ihrer Patienten, ein großer Anteil der naturheilkundlichen Praxis, plädiert Adelheid Henke vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker für eine Rückkehr an die Kochtöpfe. Hastig zubereitete Schnellgerichte hält sie für das Gift einer jeden gesunden Ernährung. Auch sie rät, der Tiefkühlkost frische Gemüse, Obst und Salate vorzuziehen. Zugleich empfiehlt sie, tierische Eiweiße zugunsten der pflanzlichen einzuschränken und mehr Vollkornprodukte zu verwenden.


Nichts geht über frisches Gemüse


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