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Hamburg (ots) - Das ganze Jahr ernährt man das Kind gesund, und dann soll man es in der Vorweihnachtszeit mit Süßigkeiten verwöhnen?
Nun seien Sie mal nicht so! - raten die Ernährungsexperten der Zeitschrift "Eltern". Selbst strenge Ernährungswissenschaftler drücken alle Jahre wieder ein Auge zu - jedenfalls bei den Leuten, die sonst vollwertig essen und trinken. Kein gesundes Kind erleidet eine Stoffwechsel-Entgleisung, nur weil es ein Mal ein paar Tage hauptsächlich von Süßem lebt. Auch Karies bekommt man nicht über Nacht vom reich gefüllten Nikolaus-Stiefel oder Weihnachtsteller. Vorausgesetzt, die Zähne werden regelmäßig geputzt.
Jedes kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, also auch Brot, Reis, Nudeln, kann Karies verursachen, weil nach jeder solchen Mahlzeit im Mund Säuren entstehen. Karies fördernd sind auch Trockenobst und Honig. Beides klebt an den Zähnen, sogar wesentlich mehr als der Nikolaus aus dem Staniol-Mäntelchen.
Für den Stoffwechsel muss bei Honig und Trockenfrüchten - ebenso wie nach dem Genuss von Industriezucker - das Hormon Insulin ausgeschüttet werden. Es sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu hoch wird, und es fördert die Fetteinlagerung. Mit Honig gesüßte Müsli-Riegel werden zwar gern mit Gesundheitsargumenten beworben, wissenschaftlich nachvollziehbar sind diese aber meistens nicht. Und ein solcher Riegel verdirbt den Appetit genau so wie Lebkuchen oder Dominosteine.
Wenn Ihr Kind zu den regulären Mahlzeiten wenig Appetit hat, weil es immer wieder aus dem Stiefel nascht - seien Sie kein Spielverderber! Bieten Sie für einige Tage leichte Speisen mit viel Gemüse an oder einfach einen Obstteller. Der Appetit reguliert sich, sobald der Stiefel leer ist.
Übrigens: Schokolade enthält ansehnliche Portionen der Vitamine Folsäure (gut für Blutbildung, Zellstoffwechsel) und Biotin (fürs Wachstum). Dazu so viel Jod wie Haferflocken, fast so viel wie Zink (Immunsystem) wie Weizenvollkornbrot, acht Mal so viel Kupfer (Enzymaktivität) wie Kalbfleisch und fast zehn Mal so viel Eisen wie Apfelsinen.
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