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Bonn (ots) - "Allergien auf dem Vormarsch", die "Täter" sind Pollen, Haare, Nahrungsmittel,... bei Kontakt mit dem Allergen entwirft der Körper ein "Feindbild",... solche kriegerischen Zeilen lesen dieser Frühlingstage Millionen Allergiker und werden immer feindlicher gestimmt: auf die arme Natur.
Etwa 12-15 Millionen Deutsche mußten ihr diesjähriges Osterfest wegen all zu schönen Wetters hinter geschlossenen Fenstern verbringen. Ratschläge von Allergologen, mit medikamentöser Therapie zu beginnen, "bevor die Pollenkonzentration extrem ansteigt", oder aber dem Ansturm der Pollen durch Flucht in den Süden, wo es weniger Birken gibt (Silbermann,FU Berlin) zu begegnen, sind oft nutzlos oder gar lächerlich. J.Ring (TU München) meint gar "Allergien sind ein Irrtum des Systems... man müsse in Zukunft mit Impfungen und genetisch veränderten Pflanzen vorbeugen".
Allergie, eine an Haut und Schleimhaut überschießende Reaktion, ist immer mehr auf dem Vormarsch. Die Gründe liegen zum einen an einer "genetischen Disposition", zum anderen "spielen in den letzten Jahren auch Umwelteinflüsse wie z.B. Luftverschmuztung eine Rolle".
Was aber immer vergessen wird: das Immunsystem des Allergikers ist besonders strapaziert, auch durch z.B. immunsupressive Medikamente wie Kortison, das die darmassoziierte Abwehr beeinträchtigt.
Histamin, einer der verantwortlichen Botenstoffe der allergischen Reaktion, tritt unkontrolliert ins Blut. Eine unangemessene Überreaktion unserer Mastzellen auf harmlose Pollen ist die Folge.
"Eine Allergie", so Adelheid Henke vom Fachverhand Deutscher Heilpraktiker, "sollte nie als einzelne Störung im Organismus verstanden werden, sondern als ganzheitliches Problem des Menschen".
Heilpraktiker helfen mit Umstimmungstherapie, Darmsanierung und individuell ausgerichteter Eigenblutbehandlung, die Abwehrkraft zu stärken. Akupunktur bringt Linderung im akuten Schub, und Homöopathie als Konstitutionstherapie kann die "Toleranzprobleme" des Allergikers thematisieren.
Allergiker sind "aus ihrem inneren Gleichgewicht" gefallen. Symtome wie Niesen, wässriger Schnupfen bis zu Atemnot sind Botschaften des Immunsystems, endlich etwas zu tun, um wieder eine größere Toleranz gegenüber den Allergenen, ob Pollen, Hausstaub oder Katzenhaar zu erlangen.
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