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Langstreckenflüge irritieren Immunabwehr

In den Wochen vor einem Flug viel Obst und Gemüse essen

Hamburg (ots) Die Immunabwehr des Menschen wird auf Langstreckenflügen irritiert. Wie die Zeitschrift "vital" in ihrer NovemberAusgabe berichtet, stellten Wissenschaftler des Instituts für Arbeits, Sozial und Umweltmedizin der Universitätsklinik Mainz in einer Studie fest, dass bei Fluggästen die Zahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) steigt. Fliegen werde vom Körper als Stress eingestuft. Die Forscher ermittelten laut "vital" weiter, daß der Organismus außerdem Lymphozyten mobilisiert. Sie prüfen, ob Gefahr für die Gesundheit, zum Beispiel in Form von Bakterien, besteht. Falls dem so ist, würden weitere Zellen zur Abwehr bereitgestellt. Bei Flugzeugpassagieren kommen die Lymphozyten jedoch zur Überzeugung, daß Fliegen als "unbedrohlich" einzustufen ist und produzieren keine zusätzlichen Abwehrzellen. Da im Flugzeug über die Klimaanlage aber Bakterien verteilt werden, klagen viele Fluggäste später über Erkältungen.

Die Wissenschaftler empfehlen daher, in den Wochen vor dem Abflug viel Obst, Gemüse und Salate zu essen. Dadurch wird der Organismus optimal mit Nährstoffen versorgt und kommt besser mit der Ausnahmesituation klar. An Bord gilt es dann noch, die Nase feucht zu halten, da Bakterien und Viren sonst ein leichtes Spiel haben. Außerdem sollten die Passagiere wenig Alkohol trinken, da dieser die Sauerstoffsättigung des Blutes senkt, "und zwar stärker, als bisher angenommen", berichtet "vital" unter Hinweis auf Untersuchungen der Deutschen Verkehrswacht in Meckenheim.

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