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Coenzym Q10

Das Coenzym Q10 wurde 1957 in den USA entdeckt. Die vitaminähnliche Substanz wird auch "Ubiquinon" (= allgegenwärtig) genannt, weil sie in allen Zellen des menschlichen Körpers vorhanden ist. Q10 nimmt bei der Energieproduktion eine lebenswichtige Schlüsselposition ein: 95 Prozent der gesamten Körperenergie werden durch das Coenzym aktiviert. Neben dieser fundamentalen Funktion ist Q10 auch als Antioxidans wirksam und bekämpft freie Radikale. In den Zellen einiger Organe kommt die Substanz in höheren Konzentrationen vor als in anderen. Die höchste Konzentration des Coenzyms findet sich in Herz und Leber, also den Organen, die den höchsten Energiebedarf haben. Mit zunehmendem Alter nimmt die Q10-Konzentration im gesamten Körper jedoch kontinuierlich ab. So weist beispielsweise das Herz eines 40jährigen Menschen einen um rund 30 Prozent geringeren Coenzym-Q10-Gehalt auf als das Herz eines 20jährigen. Bei einem 80jährigen ist die Konzentration um ca. 60 Prozent geringer.

Obwohl noch nicht eindeutig geklärt ist, warum dieser Mangel im Alter auftritt, steht jedoch fest, daß eine Konzentrationsabnahme zu Funktionsstörungen bei wichtigen Organen führt. Studien belegen, daß bereits bei einem Q10-Defizit von 25 Prozent viele Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Fällt der Gehalt um mehr als 75 Prozent, ist die Lebensfähigkeit des menschlichen Organismus gefährdet. Ein Q10-Mangel tritt nicht nur mit steigendem Alter auf, sondern auch bei Personen, die starkem oxidativen Streß ausgesetzt sind und damit mehr Energie benötigen. Dazu gehören u.a. Raucher, Sportler oder Menschen, deren Immunsystem durch verschiedenste Erkrankungen geschwächt ist.

Seit den frühen 80er Jahren wurden zahlreiche klinische Studien durchgeführt, in denen die therapeutische und präventive Wirkung des Coenzym Q10 bei unterschiedlichsten Erkrankungen untersucht wurde. Besonders positive Effekte konnten bisher u.a. im kardiovaskulären Bereich, z.B. bei Herzinsuffizienz und Arteriosklerose, in der Cholesterin-Therapie und in der Dermatologie nachgewiesen werden. Neue Studienergebnisse deuten darauf hin, daß die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 auch bei neurologischen Erkrankungen oder in der AIDS- und Krebstherapie sinnvoll sein könnte.

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