Bärlauch - Allium ursinum |
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Die Pflanze
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Der Bärlauch (Allium ursinum) wächst wild in Europa und Nordasien in feuchten, humusreichen, schattigen Laub- und Auwäldern. In Mitteleuropa wird er auch als Wildknoblauch bezeichnet. Dieses Lauchgewächs besitzt eine nur kurze Vegetationsperiode. Der Auftrieb der Zwiebel beginnt im Februar bis März, und bereits Ende Juni schließen die 20 bis 50 cm hohen Pflanzen ihren jährlichen Zyklus mit der Samenreife und dem Einziehen der lanzett-förmigen Blätter ab. |
Der Bärlauch treibt aus |
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Die Biochemie des Bärlauchs
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Die „Bärenkräfte" des Bärlauchs sind auf seine reichhaltigen Inhaltsstoffe zurückzuführen. So weisen die Bärlauchblätter bestimmter Biotope die höchsten Konzentrationen an Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan und Adenosin auf, die bisher in pflanzlichen Geweben festgestellt wurden. Auch das für den menschlichen Körper äußerst wichtige Mineral Eisen ist in hoher Konzentration im Bärlauch vorhanden. |
Der Bärlauch in Blüte |
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Die therapeutische Bedeutung des Bärlauchs
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Förderung der Blutzirkulation Aufgrund seiner zahlreichen, therapeutisch bedeutsamen Inhaltsstoffe besitzt der Bärlauch ein sehr weites Wirkungsspektrum. In Zusammenarbeit mit der Universität Homburg/Saar konnte nachgewiesen werden, daß Bärlauch-Frischblatt-Granulat die Blutzirkulation steigert und die Fließeigenschaften des Blutes entscheidend verbessert. Erkrankungen wie zum Beispiel Schwindelanfälle und störende Ohrgeräusche (Tinnitus aurium) klingen spürbar ab. Die Förderung der Durchblutung bewirkt außerdem, daß Schmerzen verursachende Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden, was etwa bei rheumatischen Erkrankungen eine große Rolle spielt. |
Bärlauch-Samen Schon Ende Juni endet die Vegatationsperiode |
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Therapie und Prophylaxe der Arteriosklerose
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Weitere nachgewiesene therapeutische aber auch vorbeugende Bedeutung besitzt Bärlauch bei Herz-Kreislauf Erkrankungen. Nach heutigem Kenntnisstand liegt die Hauptursache für die Arteriosklerose - der häufigsten und bedeutendsten krankhaften Veränderung der Arterien - an der Ansammlung von oxidiertem Cholesterin in den Makrophagen der betroffenen Gefäßwand. Studien des Instituts für Arterioskleroseforschung an der Universität Münster haben gezeigt, daß Bärlauch-Frischblatt-Granulat die Fähigkeit besitzt, das Cholesterin vor der Oxidation zu schützen. Außerdem aktiviert es die Makrophagen zum Verlassen der Gefäßwand. Arteriosklerotische Gefäßveränderungen werden somit verhindert, dem Herzinfarkt und Schlaganfall ist wirksam vorgebeugt. |
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Herzschutz
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Obwohl der Resorptionsmechanismus des Bärlauch-Adenosin noch nicht vollständig geklärt ist, konnten nach der Einnahme bzw. dem Genuß von Bärlauch die für das Adenosin typischen Wirkungen festgestellt werden: Besserung von Herzrhythmusstörungen, Hemmung der Thrombozytenaggregation (Verklumpung von Blutplättchen) sowie Förderung der Herzfunktion. |
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Verdauungsförderung
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Nach dem Verzehr von Bärlauch-Frischblatt Granulat wurde häufig aIs erste Reaktion eine Normalisierung der Verdauung beobachtet, die sich durch eine verstärkte Bildung von Gallensäuren und Verdauungsenzymen sowie eine Harmonisierung der Darmflora, siehe unten, erklären läßt. |
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Effektiv bei Schadstoffentgiftungskuren
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Zudem besitzen die Schwefelverbindungen ein hervorragendes Entgiftungspotential. In der Klinik Schloß Warnsdorf werden an Patienten mit nachgewiesener Schadstoffbelastung erfolgreich Entgiftungskuren mit Bärlauch-Frischblatt-Granulat durchgeführt. Der Schwefel bindet die meist fettlöslichen Schadstoffe im Körper und überführt sie in eine nierengängige Form. Konzentrationen von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium ließen sich durch Bärlauch auf die Hälfte reduzieren. Der Einfluß auf weitere Umweltgifte (Holzschutzmittel, Teppichkleber, Pestizide usw.) wird zur Zeit untersucht. |
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Allgemeine Immunstimulation
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Von großer Bedeutung ist außerdem die Stimulierung des Immunsystems durch Bärlauch Frischblatt-Granulat. Diese Beobachtung ist an isolierten Makrophagen (Freßzellen) gemacht worden (Prof. Robenek, Münster). Im Zusammenhang mit der natürlichen Durchblutungsförderung prädestiniert diese Wirkung den Bärlauch als Basis-Therapie bei zahlreichen Immunproblemen. |
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Gesüdnere Haut und Haare
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Bärlauch wirkt Hautentzündungen und -ausschlägen sowie Pickeln entgegen und fördert das gesunde Wachstum von Haaren und Nägeln. Verantwortlich hierfür sind wiederum die Schwefelverbindungen, da im Keratin, der Grundsubstanz aller Haare und Nägel, und im Collagen der Haut hohe Schwefelanteile vorhanden sind. |
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Der Bärlauch und der Geruch
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Obwohl Bärlauch mehr Schwefelverbindugnen als der Knoblauch aufweist, ist nach dem Genuß kein Mund- oder gar Körpergeruch festzustellen. Diskutiert wird als Ursache: |
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Von der Pflanze zum Produkt
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Aufgrund der kurzen Vegetationsperiode des Bärlauch kann man die Pflanze nur wenige Wochen im Jahr als schmackhaftes Gemüse verwenden. Um diese wichtige Heilpflanze jedoch unabhängig von der Jahreszeit nutzen zu können, gibt es Bärlauch als Frischblatt-Granulat oder Frischblatt-Kapseln. Aus Gründen des Artenschutzes wird im Frühjahr in den Alpen jeweils nur ein Bärlauchblatt pro Pflanze geerntet. Durch Zusatz von Hagebuttenschalen (die wegen ihres hohen Vitamin C-Gehaltes antioxidative Eigenschaften besitzen) bleiben die Wirksubstanzen über einen langen Zeitraum erhalten. |
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Warum ausgerechnet Bärlauch?
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Bärlauch ist eine heimische Pflanze, die seit Jahrhunderten in Europa als Nahrungs- und Heilmittel Verwendung findet. Der Körper eines Mitteleuropäers verfügt also über ein durch zahlreiche Generationen erworbenes Erinnerungsmuster für den Bärlauch, ebenso wie der Organismus eines Asiaten sich bei Genuß immer wieder an den Knoblauch erinnert. |
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Kurioses
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Gelegentlich wird vom Wuchs kräftiger krauser Haare als „Nebenwirkung" des Bärlauchs berichtet. Nach Erfahrungen des Heilpraktikers H. D. Bach kam bei einem hormonell bedingten Haarausfall dank Bärlauch sogar die Lockenpracht langsam wieder zum Vorschein. |
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Dosierung
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0,5 -1 Teelöffel pro Tag |
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Hinweis
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Bärlauch sollte nicht gleichzeitig mit Selen, sondern in einem Abstand von mindestens 4 Stunden eingenommen werden, damit eine bessere Verwertung erreicht wird. |
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