Sanddorn - Hippophae rhamnoides

Eine Entdeckung

Die Ernährungsphysiologie war bisher der Meinung, daß in keiner Pflanze nennenswerte Konzentrationen an Vitamin B 12 enthalten sind. Demnach seien die besten Quellen für die Vitamin-B 12-Versorgung des Menschen Milch, vor allem aber Leber und Fleisch, denn nur in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft komme das lebenswichtige Vitamin in ausreichender Menge vor. Diese Lehrmeinung muß korrigiert werden. Durch die Symbiose des Sanddorns mit dem Mikroorganismus Aktinomyces entsteht in den Samenschalen des Sanddorns eine Vitamin B 12-Konzentration, wie sie vorher nur von der Leber bekannt war.


Sanddorn-Zweig mit Früchten

Die Pflanze

Sanddorn (Hippophae rhamnoides) gehört zu den Ölweidengewächsen und ist ein mittelgroßer Strauch mit weidenähnlichen Blättern. Im Herbst ist er an seinen orangeroten leuchtenden Beeren zu erkennen, die eine leicht ovale Form besitzen. Natürliche Standorte sind Böschungen und Uferbereiche.

Die Biochemie der Sanddorn-Samenschalen

Symbiontischer Sanddorn enthält in seinen Samenschalen nicht nur Vitamin B 12, sondern alle Vitamine der B-Reihe: B 1, B2, Niacin, B6, Pantothensäure, Biotin und Folsäure. Weiterhin ist Sanddorn sehr reich an Vitamin C, Carotinoiden (den Vorstufen von Vitamin A) und Vitamin E.


Der imposante Sanddorn-Strauch

Die therapeutische Bedeutung des Sanddorn

Blutbildungsstörungen
Vitamin B 12, auch als Cobalamin bezeichnet, ist ein besonders wichtiges Vitamin für den menschlichen Organismus. Ein Mangel kann zu gravierenden Blutbildungsstörungen führen.

Rote und weiße Blutkörperchen sowie die Schleimhautzellen des Magen-Darm-Traktes werden dann nicht mehr in dem Maße produziert, wie der Körper sie benötigt. Die Folge: Blutarmut, Immunprobleme und eine vermehrte Neigung zu Magen-Darm-Erkrankungen. Eine weitere wichtige Funktion des Vitamin B 12 ist seine aktive Beteiligung am Fettstoffwechsel. Chronische Unterversorgung mit Cobalamin führt u.a. zur Zerstörung der fettreichen Myelin-Membran der Nerven, bleibende Nervenschäden sind möglich.

Vorbeugung arteriosklerotischer und thrombotischer Prozesse
Nicht weniger bedeutsam sind die präventiven Effekte. Neuere Forschungen haben ergeben, daß Vitamin B 12 arteriosklerotischen und thrombotischen Prozessen vorbeugt, indem es den Homocysteinspiegel senkt. Homocystein ist ein eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose, da es die Gefäßwände schädigt. Hohe Homocystein-Spiegel lassen sich durch die Gabe von Vitamin B 12 sowie B 6 und Folsäure nachweislich senken. Der Arteriosklerose wird dadurch wirksam vorgebeugt. Ähnlich wichtig ist Cobalamin für Frauen, die mit der "Pille" verhüten. Ovulationshemmer senken den Serumgehalt von Vitamin B 12 so sehr, daß ein erhöhter Bedarf besteht. Auch bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse benötigen die Patienten vermehrt Cobalamin.

Nahrungsergänzung bei bestimmten Risikogruppen
Sanddorn B12 wird als Nahrungsergänzung für folgende, häufig von Cobalamin-Mangel betroffenen Risikogruppen empfohlen:


strenge Vegetarier (Veganer)
Magen-Darm-Erkrankte Patienten mit Störungen der Bauchspeicheldrüse
Patienten während einer Antibiotika-Behandlung
Betroffene mit gestörter Darmflora
Frauen, die mit der "Pille" verhüten

Eine angenehme Nebenwirkung

Nach Beobachtungen von verschiedenen Therapeuten kam es durch Sanddorn B 12 bei zahlreichen übergewichtigen Probanden zu einer allmählichen Gewichtsreduktion. Dieser Effekt konnte durch die gleichzeitige Gabe von Bärlauch noch verstärkt werden. Alle Probanden berichteten von einer veränderten Appetitlage, wobei die Lust auf Süßigkeiten, Nikotin und Coffein am deutlichsten schwand. Erklärung: Nach der lipostatischen Therapie des Hungers induzieren freie Fettsäuren in der Blutbahn das Hungergefühl. Diese Fettsäuren werden durch Sanddorn B 12 abgebaut. Unerwünschte Nebenwirkungen oder gar Risiken sind bei Sanddorn B 12 nicht bekannt.


Dosierung

Täglich 3-6 Kapseln mit viel Flüssigkeit

Sanddorn B12 gibt es in der Apotheke


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